Besser Lernen

 

Was ist „Lernen“ überhaupt?

Beim Lernen nehme ich über meine fünf Sinne (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken) neue Informationen auf und verknüpfe sie mit schon bestehenden Wissensstrukturen. Auf diese Weise wird vorhandenes Wissen aktiviert und Sinnbezüge sowie Gedankenverbindungen werden hergestellt. Dies ist die Grundlage für die Aufnahme neuer Informationen.

 

Jedoch kann „Lernen“ nur dann gut funktionieren, wenn bestimmte Voraussetzungen geschaffen sind bzw. bedacht werden.

 

  • Beginne mit dir selbst: In der Zeit, in der du lernen willst, solltest du mental ausgeglichen sein, d.h. möglichst frei von Sorgen und Problemen, die dir ständig durch den Kopf schießen und dich ablenken. Außerdem solltest du gut ausgeschlafen und geistig wohlauf sein. Größte Selbstkontrolle muss aufgewendet werden, sich nicht durch äußere Einflüsse, sei es das Handy, das Internet oder das Fernsehen, ablenken zu lassen.

 

  • Konzentriertes Lernen ist mit hoher geistiger Anstrengung gleichzusetzen. Zur vorbeugenden Vermeidung von Erschöpfung solltest du unbedingt ausreichend Pausen einlegen. Geübte Lerner können Lernzyklen bis 90 Minuten ohne Pausen schaffen, aber dazu braucht man aber wirklich Übung! Es ist vergleichbar mit Sport: Wer regelmäßig übt, baut seine Lernkondition sukzessive auf und erhöht seine Lernzyklen. Nach erfolgreichem Lernen können Belohnungen (eine Süßigkeit, ein erfrischender Spaziergang etc.) für erneutes Lernen eine wichtige Motivation sein!  

 

  • Entdecke deine eigene Leistungskurve! In welchen Zeiten kannst du die besten Leistungen bringen? Zählst du dich zu den „Lerchen“, die als Frühaufsteher den Tag gerne schon um 06:00 Uhr beginnen und sofort leistungsfähig sind? Oder gehörst du eher zur anderen Kategorie, zu den „Eulen“, die als Spätaufsteher gegen 09:00 Uhr in den Tag starten und dann erst einmal kaum ansprechbar und mitunter muffig sind, jedoch in den Abendstunden zur Höchstform auflaufen?

 

  • Welcher Lerntyp bist du?  Lernst du am besten übers Zuhören und Erzählen oder ziehst du Diskussionen vor? Ist das Lernergebnis für dich effektiver in der Gruppe oder bevorzugst du das Einzellernen? Wie nimmst du Informationen am effektivsten auf? Visuell (beim Anschauen von Filmen) oder auditiv (hauptsächlich beim Zuhören)?

 

  • Eine gute Lernatmosphäre schafft Lernfreude! Lerne in einem gut klimatisierten und ruhigen Raum, trage vorzugsweise lockere Kleidung und achte auf eine korrekte Sitz- bzw. Schreibhaltung. Optimal wäre es, zwischendurch die Augen zur Erholung aus einem Fenster schweifen lassen zu können.

 


  • Auch die tägliche Nahrungsmittelaufnahme ist ein wichtiger Faktor für konzentriertes und erfolgreiches Lernen! Wichtig hierbei ist die Flüssigkeitszufuhr über den Tag…trinke am besten in kleinen Schlückchen viel Wasser oder Kräutertee. Ein gut gemeinter Tipp ist es, sich von zuckerhaltigen Süßgetränken oder Aufputschdrinks fernzuhalten. Parallel dazu geben kleine Portionen an vitaminreichen leichten Snacks die nötige Power für den Geist. Setze hier auf eine gesunde, abwechslungsreiche und möglichst basische Ernährung, d.h. reich an Obst und Gemüse.  

 

                                               

 

Allgemein gilt, dass biologische Lebensmittel zu bevorzugen sind, da sie das Gehirn nicht mit Giftstoffen vernebeln. Des Weiteren sollten, soweit möglich, Zusatzstoffe mit E-Nummern vermieden werden.

 

  • Auch Vitamine dienen indirekt zur Steigerung kognitiver Aktivitäten. Die Zufuhr von Vitaminen sollte bereits mit der empfohlenen Tagesration an Lebensmitteln sichergestellt sein.

 

                                               

 

  • Magnesium wirkt beruhigend auf Nerven-Muskel-Aktivitäten und dient vorbeugend gegen Stress. Zur Schaffung von optimalen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen können Magnesium und andere Mineralstoffe durch Präparate ergänzt werden (falls sie nicht in ausreichender Menge über die täglichen Nahrungsmittel bereits zugeführt wurden).

 


  • VOR dem Lernstart solltest du die Lernaufgaben strukturieren und die Lernmethoden an dein eigenes Lernvermögen anpassen.

 

                                               

 

 

  • Führe ein Lerntagebuch! Dies kann eine große Stütze für dich darstellen, da auf diese Weise deine Lernziele realistisch machbar und messbar werden. Hier kannst du jederzeit dein eigenes Lernziel und deinen Lernerfolg festhalten und nachlesen… das motiviert dich selbst!

 

Andreas Schwarz